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FAQ
Häufig gestellte Fragen
Sind die Selbstlernkurse von Signatura bei der ZfU zertifiziert?
Nein - es handelt sich bei dem Angebot nicht um
Fernunterricht im Sinne des Gesetzgebers. Das Gesetz definiert
Fernunterricht als räumlich getrenntes Lernen, bei dem der
Lehrende den Lernerfolg überwacht (§ 1 FernUSG).
Beim Selbstlernkurs von Signatura überwachen Sie den Lernerfolg
selbst. Der Lernende bestimmt Lerntempo, Lernsystematik und letztlich
also auch den Lernerfolg. Dabei können Sie selbstverständlich
jederzeit Fragen an uns richten (telefonisch und per Mail). Wir stehen
Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite. Den Lernprozeß an sich
überwachen aber immer Sie selbständig. Diese Art des
selbstgesteuerten Lernens ist wesentlich erfolgversprechender als ein
"überwachter Lernerfolg". Unsere Erfahrungen der letzten Jahre
bestätigen uns in dieser Hinsicht.
Ist eine Umstellung auf Fernunterricht und damit eine Zertifizierung durch die ZfU beabsichtigt ?
Nein - aus mehreren Gründen nicht.
Zunächst ist die Zertifizierung mit nicht
unerheblichen Kosten verbunden. Sie muß alle drei Jahre
wiederholt werden. Diese Kosten müßten wir an die Kunden
weitergeben, was den Selbstlernkurs erheblich verteuern würde,
ohne daß irgendein absehbarer Qualitätsgewinn erkennbar
wäre.
Der Selbstlernkurs von Signatura wird ständig
erweitert und angepaßt. Gegenwärtig kommt mehr als einmal
pro Jahr ein neues Lernmodul hinzu, das den Teilnehmern kostenlos
zugute kommt. Mit jeder Erweiterung wäre eine erneute Lizenzierung
fällig. Hinzu kämen der Verwaltungsaufwand sowie der ständige Schriftwechsel mit der ZfU. Außerdem
ist davon auszugehen, daß bei der ZfU kein Experte in Sachen Graphologie vorhanden ist, der
unabhängig und fachkundig urteilen könnte.
Eine Zertifizierung bei der ZFU führt in der Regel
dazu, daß Fernkurse nicht mehr in einem besonderen Umfange
ständig weiterentwickelt und verändert werden können.
Dies widerspricht grundsätzlich dem Ansatz einer
lebensphilosophisch ausgerichteten Grphologie - und die Wurzeln der
deutschen Graphologie liegen in der Lebensphilosophie.
Weiterhin ist es nicht einzusehen, daß der
Fernunterricht in Deutschland einer engen staatlichen Kontrolle
unterliegt, während für ein Schulungsunternehmen vor Ort der
Gewerbeschein genügt. Prof. Dr. Michael Kerres
(Ruhruniversität Bochum) ist sogar der Ansicht, "daß das
alte Fernunterrichtsschutzgesetz die neue Bildungsökonomie
schlicht nicht mehr abbildet, ja in unangemessener Weise behindert."
Sicherlich ist eine qualitative Kontrolle der
Fernkursangebote zu begrüßen. Der Selbstlernkurs von
Signatura hat sich jedoch über Jahre bewährt. Es gibt unseres
Wissens derzeit weltweit kein umfangreicheres Angebot (> 1.800
Seiten Studienmaterial). Kein anderer Kurs im Bereich der Graphologie
verbindet derart die Graphologie mit der modernen
Persönlichkeitspsychologie (Eysenck, Cattell, 16-PF, Big Five).
Ist Graphologie eine Wissenschaft?
Ja - allerdings ist dabei zu berücksichtigen,
daß es keine allgemeingültige Definition von Wissenschaft
gibt. Ganz allgemein gesagt ist Wissenschaft „Der Bestand des
Wissens unserer oder einer früheren Zeit“. Weitgehend einig
ist man sich heutzutage darin, daß es keine endgültigen
Erkenntnisse im Sinne unumstößlicher Wahrheiten gibt. Daher
spricht man, wenn es um die Frage geht, ob eine Theorie
wissenschaftlich richtig ist, nicht mehr von
„Verifizierung“ sondern von „Falsifikation“.
Eine Theorie ist also nicht „wahr“, sondern wird als
„vorläufig wahr“ angenommen, eingedenk der
Möglichkeit, daß irgendwann eine andere Sicht der Dinge
entsteht. Weiterhin ist zu berücksichtigen, daß da
einerseits die Naturwissenschaften sind und andererseits die
Geisteswissenschaften. Erstere bemühen sich um so genannte
„Objektivität“, die im strengen Sinne gar nicht
existiert, weil sie von der „Subjektivität“ nie
völlig trennbar ist. Die Graphologie ist vor allem
Geisteswissenschaft.
Wird Graphologie an Universitäten gelehrt?
In der ersten Hälfte des Jahrhunderts gab es in Deutschland mehrere Universitäten, an
denen Graphologie gelehrt wurde (Hamburg, Freiburg, etc). Gegenwärtig wird zum
Beispiel an der Universität Leipzig wieder verstärkt in diesem Bereich geforscht. In
Frankreich und Italien gibt es diverse Universitäten, an denen Graphologie Studienthema
ist.
Gibt es neuere Untersuchungen zur Validität der Graphologie?
Z. B. die „Untersuchung zur Übereinstimmung
von Graphologenurteil und psychometrischen
Persönlichkeitstests“ von Guthke u. a. (Zeitschrift für
Personalpsychologie 4/2002). Die Autoren kommen dort zu dem
Schluß, daß „Graphologenurteile potentiell …
interessante, da nicht so leicht verfälschbare,
Zusatzinformationen für den Diagnostiker darstellen.“
Ist die Ausbildung zum Graphologen staatlich geregelt?
Nein. Die Berufsbezeichnung „Graphologe"
unterliegt keiner irgendwie gearteten staatlichen Kontrolle oder
Regelung. Immobilienmanager, Webdesigner, System-Operator,
Anlageberater, Consulter, Unternehmensberater, Dozent sind Beispiele
für einen ständig wachsenden Pool freier Berufe, der keinem
staatlichen Reglement nahesteht. Die Tendenz geht ohnehin in die
Richtung, daß die Qualität einer Ausbildung eher mit dem
Namen der ausbildenden Institution verbunden ist als mit dem
Berufsnamen an sich.
Welche Voraussetzungen muß ich
mitbringen, um eine Ausbildung zum Graphologen beim Institut für
Graphologie, Signatura, beginnen zu können?
Empfohlene Voraussetzungen sind: Mittlere Reife und
abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur. Es handelt sich dabei
aber, wie gesagt, um eine Empfehlung. Denn im Einzelfall ist auch eine
darunter liegende Qualifikation ausreichend. Wichtiger als auf dem
Papier dokumentierte Abschlüsse sind Kompetenzen in den Bereichen
Rechtschreibung und Ausdruck. Man sollte sprachsicher und sprachrichtig
formulieren können. Weiterhin sollte man die Bereitschaft, viel zu
lesen, mitbringen. Ebenso ist ein gewisses Interesse, sich in Bereiche
von Psychologie und mit gewissen Abstrichen auch in solche der
Philosophie einzulesen, mitzubringen.
Was kann ich mit einem fundierten Wissen im Bereich Graphologie anfangen?
Zunächst einmal verbessern Sie ihre
Menschenkenntnis. Davon profitiert jeder, sei es im privaten oder
beruflichen Bereich. Wenn Sie in der Lage sind, aus der Handschrift
eines Menschen Charaktereigenschaften herauszulesen, eröffnet sich
Ihnen ein weites Feld der Möglichkeiten. Unsere Kurse werden von
Mitarbeitern aus dem Personalbereich, von Pädagogen, Psychologen,
Therapeuten, aber auch von interessierten Menschen belegt, die ihren
Horizont erweitern und ihre Kompetenzen im Umgang mit sich und anderen
verbessern wollen.
Wie soll ich mir den Ablauf der Prüfung vorstellen?
Die Prüfung ist keine Präsenzprüfung,
sondern eine Fernprüfung. Sie erhalten die Aufgaben dann per Email
oder per Postsendung. Die Prüfung besteht aus einer Vielzahl
offener Fragen zum Thema Graphologie und Psychologie, die Sie in aller
Ruhe bearbeiten können. Außerdem gilt es, zu mehreren
übermittelten Schriftbeispielen Deutungen und Gutachten zu
formulieren. Insgesamt haben Sie für die Prüfung 14 Tage
Zeit. Bei der Prüfung handelt es sich um eine unanhängige
Abschlußprüfung. Sie ist auch für Autodidakten
ausgelegt. Sie können sich theoretisch auch ganz selbständig
und unabhängig vom Kurs auf die Prüfung vorbereiten.
Letzteres eignet sich jedoch eher für sehr erfahrene Selbstlerner
und Akademiker der Fachbereiche Psychologie und Philosophie.
Welche Bücher sind für
Anfänger (auch begleitend zum Kurs) als Einführung in den
Themenbereich Graphologie besonders geeignet.
Dirks - Die Handschrift
Känzig - Graphologie
Cobbaert - Graphologie
Lüke/Lang - Graphologie für Einsteiger
Beer - Graphologie, Handschrift ist Herzschrift
Einige der oben genannten Bücher sind
wahrscheinlich über den Buchhandel nicht mehr erhältlich Es
stellt aber in der Regel kein Problem dar, das eine oder andere der
genannten Werke antiquarisch über das Internet zu erwerben. Wenn
es Probleme gibt, wenden Sie sich an uns. Auch wir haben eine gewisse
Auswahl der oben und unten genannten Werke, die über uns bezogen
werden können.
Welche Bücher sind für Fortgeschrittene (auch begleitend zum Kurs) geeignet?
Pfanne - Lehrbuch der Graphologie
Müller/Enskat - Graphologische Diagnostik
Lüke - Das große Handbuch der Graphologie
Pokorny - Psychologie der Handschrift
Teiliard - Handschriftendeutung
Pophal - Graphologie in Vorlesungen, Bd. I - III
Sonnemann - Graphologie, Schriften Bd. I
Wallner - Lehrbuch der Schriftpsychologie
Welche als klassisch geltenden Werke der Graphologie sind besonders empfehlenswert?
Klages - Handschrift und Charakter
Pulver - Symbolik der Handschrift
Pophal - Die Handschrift als Gehirnschrift
Heiss - Die Deutung der Handschrift
Sie nennen viele Bücher als
Basislektüre. Welches Buch ist Ihrer Meinung nach das beste und
gleichzeitig prägnanteste, welches faßt das Wesentliche in
einprägsamer Form zusammen?
Känzig - Graphologie
manchmal auch unter dem Titel:
Känzig - Mensch und Graphologie
(leider nur noch antiquarisch erhältlich)
Gibt es im Internet ähnlich umfangreiche Fernkurse oder Selbstlernkurse wie jenen des Instituts für Graphologie?
Nein.
Beim Institut für Graphologie dauert
die Ausbildung zum Graphologen etwa 14 Monate, bei anderen Institutionen
oder Verbänden zum Teil mehrere Jahre. Wie erklärt sich dieser
Unterschied?
Es ist unserer Ansicht nach sehr wohl möglich, die
Schriftdeutung bei entsprechendem Einsatz und Verständnis oder bei
hinreichender Vorbildung und Neigung innerhalb von 14 Monaten oder
sogar in einem noch kleinerem Zeitraum zu
erlernen. Ein langjähriges Studium ist dazu nicht unbedingt
erforderlich, wenngleich es nötig ist, die erworbenen Kenntnisse
weiter zu festigen und zu vertiefen - ein Prozeß, der durchaus
Jahre in Anspruch nimmt..
Die monatliche Zahlungsweise ist erheblich teurer als die Einmalzahlung. Warum ist das so?
Der Aufwand (Verwaltung, Abgleich, Schriftverkehr, usw.
) für die monatliche Zahlung ist enorm. Wir möchten unsere
Zeit vor allem für die Unterstützung der Studierenden und die
Weiterentwicklung des Selbstlernkurses verwenden.
Worin besteht der Unterschied des Lehrganges von Signatura zu anderen Lehrgängen?
Der Selbstlernkurs des Instituts für
Graphologie ist vom Lehrmaterial her betrachtet der umfangreichste Kurs
weltweit. Es gibt unseres Wissens keinen anderen Kurs, in deutscher
oder in einer anderen Sprache, der den Teilnehmern mehr als 1500 Seiten
Lehrmaterial bietet.
Ein weiterer besonderer Aspekt besteht darin, daß Themen
behandelt werden, die in der Fachliteratur bisher noch nicht
thematisiert wurden (Graphologie und moderne
Persönlichkeitsinventare). Andere Themen wiederum werden in einer
Ausführlichkeit beschrieben, wie sie derart in keinem Lehrbuch
verfügbar sind (Analyse der Unterschrift, Geschichte der
Graphologie, Eindruckscharakter und Handschrift, Persönlichkeitstests und Graphologie etc.).
Ich kann mir kein rechtes Bild von der
Diplom-Prüfung im Bereich Graphologie machen. Können Sie mir
ein konkretes Beispiel nennen?
Prüfungsthema "Minderwertigkeitsgefühle und die Zeichen in der
Handschrift"
Vorgehensweise:
1. Definition des Begriffs "Minderwertigkeitsgefühle" nach A.
Adler. Nähere Beschreibung der Symptomatik unter Einbeziehung von
Primär- und möglicherweise auch Sekundärliteratur.
2. Darstellung der in der graphologischen Literatur in
diesem Zusammenhang beschriebenen Schriftzeichen unter Nennung der
zugehörigen Autoren (genaue Quellenangaben).
3. Kritische Betrachtung von Punkt 2. Sind die dem
Minderwertigkeitsgefühl zugeordneten Schriftzeichen
nachvollziehbar? Ergeben sich Widersprüche? In welcher Hinsicht
stimmen alle Autoren überein? Wo nicht? Sind Ergänzungen, d.
h. eigene Erfahrungen, Analogiebildungen möglich?
4. Veranschaulichung des Themas anhand
ausgewählter Handschriften (10 oder mehr). Inwiefern zeigen sich
in den Handschriften Minderwertigkeitsgefühle und in welcher
Ausprägung? Zuordnung der Schriftzeichen zu den Handschriften und (kurze) Interpretation. Bei den
Handschriften kann es sich um Originalhandschriften aus dem eigenen
Fundus oder, wenn diese nicht verfügbar sind, auch um
Handschriften Prominenter handeln. Letztere sind meist mit etwas
Suchaufwand im Internet zu finden (Google, Bilder).
5. Beachtung der allgemeinen Regeln bei der Produktion
einer wissenschaftlichen Arbeit (Zitate kenntlich machen, genaue und
vollständige Quellenangaben, sprachlich einwandfreie Darstellung -
um
das Wichtigste zu nennen.)
"Es ist nicht zu wenig Zeit,
die wir haben,
sondern es ist zu viel Zeit,
die wir nicht richtig nutzen."
Seneca
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